04/14/10

Vergabe der Gemeindlichen Kindertagesstätten an freie Träger

Gemeinderäte
Ortsverband Neufahrn
www.gruene-neufahrn.de
Claudia Bosse 08165/5978 
claudia.bosse-Löschen Sie diesen Text-@gruene-neufahrn.de

 

            An die Elternbeiräte der 
            gemeindlichen Kindertagesstätten
            in Neufahrn

Neufahrn, den 31.03.2010

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Elternbeiräte der Neufahrner Kindertagesstätten,

der Elternbeirat des Kindergartens am Keltenweg hat uns Gemeinderäten einen offenen Brief geschrieben. Vielen Dank , dass Sie uns Ihre Befürchtungen und Sorgen, aber auch Ihren Ärger offen mitteilen.  Offenheit trägt viel zur konstruktiven Problemlösung bei.

Gerne antworte ich auf Ihre Fragen. Meine Antworten betreffen alle betroffenen Kindertagesstätten. Deshalb richte ich mein Schreiben an Sie alle.

Der Wechsel der Trägerschaften sorgt für große Unsicherheit. Der Nutzen liegt nicht sofort sichtbar auf der Hand.
Ich verspreche mir von dem Wechsel eine bessere fachliche Betreuung unserer Kindertagesstätten durch erfahrene Träger, die sich inhaltliche Leitbilder geben und pädagogische Konzepte ausgearbeitet haben. Unsere Gemeinde kann dies nicht leisten. Darüber hinaus erwarte ich mir eine Verbesserung der Verwaltungsstruktur, die sich beispielsweise bei der Vergabe der Plätze zeigen kann.

Mit nur wie bisher zwei Trägern erfüllt eine Gemeinde unserer Größenordnung zudem den gesetzlichen Standard der Trägervielfalt nicht. Durch eine Vergabe an mehrere Träger  (z.B. zwei) können wir diese herstellen und mehr Vielfalt anbieten. Nicht zuletzt verbinde ich mit dem Trägerwechsel die Hoffnung,  auch in Neufahrn die längst nötige integrative Einrichtung schaffen zu können.

Dass dieser Übergang für das Personal und die Eltern verunsichernd ist und Unruhe entstehen wird, war mir bei unserer Entscheidung bewusst. Die Erfahrungen aus Hallbergmoos mit einem derartigen Prozess haben mir gezeigt, dass es möglich ist, diesen positiv zu gestalten. Transparenz und offener Informationsfluss für alle Beteiligten war mir von Anfang an ein großes Anliegen. Darauf habe ich mehrmals in unseren Beratungen gedrängt.
Leider ist der Informationsfluss viel zu spät in Gang gekommen. Transparenz und Einbindung aller Beteiligten sieht anders aus. Für mich wäre es beispielsweise unbedingt erforderlich gewesen, im Vorfeld der Entscheidung mit den Betroffenen zu sprechen und ihre Meinungen einzuholen.


Jetzt geht es darum, den Übergang gut zu gestalten. Dazu wurde die Kommission aus Kindergärten, Personalrat, Elternschaft, Verwaltung und Politik eingesetzt. Ihre Befürchtungen, dass die Stimmen der Betroffenen darin untergehen werden, teile ich nicht. Bisher habe ich eine sehr faire Atmosphäre erlebt, geprägt von gegenseitigem Zuhören. Neben den zwei Vertreterinnen von Leitungen und der Eltern vertritt auch die Personalrätin die Interessen des Personals gegenüber Arbeitgeber und Politik. Wir anwesenden Gemeinderäte und –rätinnen nehmen die Chance wahr, unsere Fragen zu stellen und aus erster Hand zu hören, was Kriterien und Notwendigkeiten sein müssen, um diesen Wechsel gut zu gestalten.

Beschlussfassendes Gremium ist letztendlich der Gemeinderat. Ich gehe aber davon aus, dass die sorgfältig abgewogenen Empfehlungen der Kommission zu einer  entsprechenden Entscheidung führen werden.

Viele Ihrer Fragen finden sich auch in einem Fragenkatalog der Kommission, der den Trägern zugesandt worden ist.
Auf neun Seiten werden detailliert Themenbereiche wie pädagogische Ausrichtung, Leitbild, Organisatorische Rahmenbedingungen, Finanzen  oder Arbeitsrecht abgefragt. Es entsteht ein Bild, in wie weit der jeweilige Träger die notwendigen Bedingungen erfüllen kann.  Beispielsweise muss das Personal Bestandsschutzgarantien bekommen oder die Sicherheit, mit bewährten Rahmenbedingungen weiterarbeiten zu können. Eltern brauchen Sicherheit über Öffnungszeiten, Gebühren und Elternzusammenarbeit sowie darüber, dass die Kindertagesstätte pädagogisch wie gewohnt weiterarbeiten kann.
Anhand der eingegangenen Antworten werden dann einige Träger zu einem Gespräch eingeladen – ähnlich einem Bewerbungsgespräch.

Falls keiner der Träger unsere Kriterien zufriedenstellend erfüllen kann, kann aus meiner Sicht der Trägerwechsel auch nicht erfolgen. Der „Beste der Schlechten“ ist für mich keine Lösung.

Auch bei einem Trägerwechsel ist die Gemeinde weiterhin verpflichtet, für genügend Betreuungsplätze zu sorgen. Ebenso bleiben die Gebäude und Grundstücke Eigentum der Gemeinde.
Die Vergabe dereinzelnen Plätze läuft über die jeweiligen Träger. Gemeinsam mit den kirchlichen Einrichtungen können die Leitungen aber wie bisher auch bei der Verteilung der Plätze zusammenarbeiten. Die Gestaltung der Gebühren in Höhe oder Geschwisterrabatten liegt ebenfalls im Zuständigkeitsbereich des Trägers. Die Gemeinde fordert hier ein Mitspracherecht.

Weiteres Kriterium für eine Vergabe ist die Form der Zusammenarbeit mit der Elternschaft. Engagement muss gern gesehen sein. Zusätzliche Einnahmen aus Elternaktivitäten sind in der Regel für jede Kindertagesstätte wichtige Finanzquellen. Diese Einnahmen müssen gesichert und die Verwendung gemeinsam mit dem Elternbeirat entschieden werden.

Die Tatsache, dass in diesem Jahr Eltern ihre Kinder für einen Kindertagesstätte anmelden, ohne den Träger zu kennen, lässt sich nicht lösen. Aber alle angeschriebenen Träger sind anerkannte freie Träger mit viel Erfahrung, keine kommerziellen oder unbekannten Anbieter von Kinderbetreuung. Bei dem Wechsel muss sichergestellt sein, dass die einzelnen Einrichtungen weiterarbeiten können wie bisher und dass sich an der Gebührenstruktur zumindest für das kommende Jahr nichts ändert. Das Konzept und die Bezugspersonen vor Ort ändern sich nicht. Damit ist durchaus ein gewisses Maß an Sicherheit für die anmeldenden Eltern gegeben, wenn auch nicht völlig.

Ich hoffe, dass ich mit meinen Antworten dazu beitragen konnte, die Situation und die Vorgehensweise zu klären. Vielleicht konnte damit auch die eine oder andere Befürchtung ausgeräumt werden. Bitte melden Sie sich, wenn Sie weitere Fragen, Anregungen oder Probleme haben. Im offenen Gespräch lässt sich das meiste am besten klären.

Ich wünsche uns gerade in dieser Sache aber auch in Zukunft eine gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bosse

Gemeinderätin Neufahrn
Bündnis 90/Die Grünen

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Ein erfolgreiches Jahr für die Neufahrner und Hallberger GRÜNEN

Auf der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Neufahrn-Eching-Hallbergmoos herrschte gute Laune. Die Wahlerfolge des vergangenen Jahres stimmten zuversichtlich. In Neufahrn verdoppelten die GRÜNEN ihre Sitze im Gemeinderat auf zwei. Neben Selahattin Sen errang Claudia Bosse einen Gemeinderatsposten. Claudia Bosse kandidierte zudem als GRÜNE-Bürgermeisterkandidatin und erzielte ein sehr gutes Ergebnis. In Neufahrn hat so etwas durchaus Tradition. Hier war Käthe Winkelmann die erste Frau im Bürgermeisteramt in Bayern. Auch Gabriele Bucerius kandidierte vor einigen Jahren für diesen Posten.

Mit Robert Wäger ist nun auch Hallbergmoos ein GRÜNER in den Gemeinderat eingezogen und zum Kultur-Referenten ernannt worden. Auch hier eine Steigerung und zwar von 0% auf 100%!

Ein weiterer Erfolg ist die Wahl von Claudia Bosse und Selahattin Sen in den Kreistag.

Frohgemut stimmte auch das sehr gute Ergebnis von Christian Magerl in der Region.

Günter Decker und Ralf Heim fungieren für ein weiteres Jahr als Sprecher des OV. Aufgrund des Umzugs von Klaus-Dieter Walter übernimmt nun Marc Lebküchner die Kasse. Margarete Heim bleibt weiterhin Schriftführerin.

2009 ist wieder vom Wahlkampf geprägt. Im Juni stehen die Europawahlen und im September die Bundestagswahlen an. Auf kommunaler Ebene liegen in Neufahrn die Schwerpunkte neben Verkehrsplanungen auf der Kinderbetreuung und der Sprachförderung. Im Bereich der Jugendarbeit sind die Neufahrner GRÜNEN bereits im Mentorenprogramm der Hauptschule aktiv. Dies beinhaltet neben Bewerbungstraining und Lehrstellensuche auch ein Stück weit Lebensberatung für die Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Auch die Zusammenarbeit mit dem Neufahrnern Modell eines Streetworkers, dem „Mobilen Sozialdienst“, wird ausgebaut.

Ein Augenmerk  wird in Hallbergmoos die Verkehrsplanung sein. Dort wird z.Z. ausschließlich der „Autofahrer-Gedanke“ praktiziert. Ein großes Defizit weist der Jugend- und Bildungsbereich auf. Dazu werden entsprechende Ideen und Konzepte entwickelt. Zudem wird dort nun auch GRÜNE-Kultur stattfinden.

Ja und was uns ALLE noch eine ganze Weile beschäftigen wird ist das leidige Thema 3. Startbahn.

Eure Margarete

Bei Wind und Wetter gegen die Dritte Startbahn

Selbst Schnee und Eiseskälte hält den Ortsverband nicht davon ab, in Unterschleißheim vor dem Ballhausforum den Widerstand gegen die Dritte Bahn und den weiteren Ausbau des Flughafens deutlich kund zu tun.

Immer wieder nehmen wir an den Erörterungsterminen teil und unterstützen damit die Redebeiträge der Bürgerinnen und Bürger. In beeindruckender Weise melden sich Menschen aller Bevölkerungsschichten und Altersgruppen zu Wort. Menschen die zum Teil zum ersten Mal in ihrem Leben in ein Mikrofon sprechen, machen vor dem erhöhten Podium mutig ihren Mund auf, halten fundierte Vorträge und drücken ihre Ängste und Sorgen aus. Sie verdienen unseren höchsten Respekt. 

Ob die Belastungen und Gefahren für die Menschen hier in unserer Region, ob die sogenannte menschliche Komponente Eingang finden in die Entscheidung der Regierung, bleibt uns nur zu hoffen. Aber wir müssen unseren Mund aufmachen, wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, uns Gehör zu verschaffen, und wir dürfen nicht nachlassen zu zeigen, dass es uns ernst ist!

Claudia Bosse

Der Filz muss weg - Grünes Fest in Versus Barbershop

Der große Erfolg bei den Wahlen in diesem Jahr musste mal entsprechend gefeiert werden. Am 25.10. stieg in Versus Barbershop im Werk 45 in Freising das große Grüne Fest unter dem Motto "Der Filz muss weg!" - incl. Haare schneiden, föhnen, stylen, färben... alles was das Herz, bzw. das Haar begehrte, konnte dem Friseurteam um Andi Krickel bis weit nach Mitternacht aufgetragen werden. Musik, Tanz und Ratsch kam natürlich auch nicht zu kurz!

Fazit : Es war ein wunderschöner Abend - ein rundherum gelungenes Fest und soll auf alle Fälle nicht das letzte gewesen sein!

Ein herzlicher Dank an Michi Kasper und das Team um Andi Krickel!

Auch der OV Neufahrn feierte ausgiebig mit!

OV Neufahrn im ZDF Länderspiegel

Am Samstag, den 4.10., schaffte es der OV Neufahrn bis in den ZDF Länderspiegel! Dieser berichtete über die Landtagswahl in Bayern - vor allem über das Abrutschen der CSU, aber auch über den enormen Erfolg von uns Grünen im Landkreis Freising. Sie filmten uns in unserer OV Sitzung beim Feiern und Wahlnachlese betreiben und interviewten Klaus-Dieter Walter und Claudia Bosse.

Umbau der Bildungslandschaft

35 Besucher bei Margarete Bause und Dr. Christian Magerl am 25.8. in Neufahrn

Etwa 35 Besucher und Besucherinnen kamen in die Alte Halle, um den Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen Dr. Christian Magerl und Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende, zuzuhören und um ihre Fragen loszuwerden.

Schwerpunktthema war die Bildungspolitik.
Margarete Bause hat sie zu einem ihrer Herzensanliegen gemacht - und das war deutlich zu spüren. Lebendig und mit viel Engagement greift sie die Probleme der momentanen Situation an Schulen und Kindergärten auf.
Das Grüne Bildungskonzept beantwortet diese mit einem deutlichen Umbau der Bildungslandschaft - zum Vorteil von SchülerInnen, LehrerInnen, Schulleiter und Eltern.

Margarete Bause erläutert:

"Wenn ich Kultusministerin wäre...

....dann würde ich zuerst Geld in die Hand nehmen und mehr LehrerInnen einstellen!

....dann würde ich die SchulleiterInnen schulen und für Ihre Aufgabe besser mit Handwerkszeug ausrüsten!

...dann würde ich einen rhythmisierten ganztagsunterricht einführen - für nachhaltiges Lernen und gegen den Burnout der Lehrkräfte!

....dann würde ich den Kommunen und Schulen vor Ort mehr Handlungsfreiheit geben zu entscheiden, welches Schulkonzept sie brauchen! ("Öffnungsklausel")

....dann würde ich Gemeinschaftsschulen gründen, in denen alle Kinder bis zur 9. Klasse gemeinsam unterrichtet werden. In Schleswig-Holstein bewährt sich dieses Konzept bereits hervorragend......"

Grüne Antworten auf drängende Probleme an unseren Schulen!

Klimawandel, Verkehr und Dritte Startbahn

Dr. Christian Magerl, MdL, am 12.8. in Eching

Man kann ihn in der Regel nicht sehen, hören oder riechen und trotzdem ist er nicht länger zu verleugnen - der Klimawandel ist bereits da, und er wird sich weiter verstärken. Den Klimawandel noch einigermaßen in den Griff zu bekommen ist wohl die größte Herausforderung der nächsten Jahrzehnte. Dr. Magerl erläuterte den rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörern anschaulich die biologischen und chemischen Zusammenhänge.
Klar wurde auch, es ist höchste Zeit, dass jede/r tut, was in ihrer/seiner Macht steht - in Politik, Wirtschaft und als einzelne/r Verbraucher/in. "Es geht alles noch viel zu langsam" lautete allerdings das Fazit aus dem Publikum. 

Wir einzelnen sind aufgerufen, unseren täglichen Lebensstil und unsere alltäglichen Entscheidungen zu überprüfen. Aber wir Menschen brauchen Unterstützung - unsere Entscheidungen sind von vielen Komponenten bestimmt und wir wollen nicht alleingelassen werden in unserem Bemühen um einen veränderten Lebensstil.
Hier ist auch die Politik gefordert: Tatsächliches politisches Handeln auf allen Ebenen, angefangen vom Gemeinderat bis hinauf in die Regierungen der Länder, sendet glaubwürdige Signale an die Menschen: wir ziehen alle an einem Strang und bemühen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten.
Dafür setzen wir Grüne uns ein - alle Entscheidungen von Gremien und Räten haben in unseren Augen dabei Vorbildfunktion. 
Claudia Bosse

Radlsternfahrt AUfgeMUCkt

Auch wir Neufahrner Grünen haben tretkräftig die Radlsternfahrt von AufgeMUCkt am 26.7. nach Maria Thalheim im Landkreis Erding unterstützt - 70 km "Treten und Beten"!

MandatsträgerInnen im Landtag

Am 19. Juli waren die neuen MandatsträgerInnen und die neuen Parteimitglieder in den Landtag geladen - von Landesvorstand und Landtagsfraktion. Claudia Bosse und Robert Wäger waren dabei.